Portraitfoto Adam Bujalka
Der Vorstand der Basler Bankenvereinigung (BBVg) hat Adam Bujalka als Geschäftsführer gewählt. Bujalka tritt ab Mai die Nachfolge von Patrick Huber an.

Per 1. Mai 2024 übernimmt Adam Bujalka (26) die Leitung der Geschäftsstelle der Basler Bankenvereinigung und tritt damit die Nachfolge von Patrick Huber an. Huber fokussiert sich neu als Leiter Kampagnen und Strategiesupport vollständig auf seine Aufgaben bei der Handelskammer beider Basel.

Adam Bujalka hat an der HSG in St. Gallen mit einem Bachelor und an der Universität Basel einem Master of Arts in European Global Studies abgeschlossen. Erste berufliche Erfahrungen sammelte er im Bereich Public Affairs. Seit drei Jahren ist Bujalka beim Wirtschaftsdachverband economiesuisse tätig.

Neben seinen beruflichen Qualifikationen bringt Bujalka auch politische Erfahrung mit, die er in seiner sechsmonatigen Tätigkeit bei der FDP Schweiz erworben hat. Adam Bujalka wohnt in Basel.

 

Die Basler Bankenvereinigung – Branchenverband mit langer Tradition

Die Basler Bankenvereinigung (BBVg) wurde 1918 gegründet und ist der Branchenverband der in der Nordwestschweiz tätigen Banken. Die 26 Mitgliedinstitute bieten die gesamte Palette an Finanzdienstleistungen an und beschäftigen in der Region 6300 rund Mitarbeitende.

Seit 2014 wird die Geschäftsstelle der Basler Bankenvereinigung bei der Handelskammer beider Basel geführt.

An der Berufsschau 2023, die vom 15. bis 19. November stattfand, war die Basler Bankenvereinigung wiederum mit einem Stand präsent und konnte fünf Tage lang die Bankberufe der Region vorstellen. Dabei ging es neben der KV-Lehre auch um das BEM-Praktikum, die Informatik- und die Mediamatiklehre. Die Schülerinnen und Schüler aber auch interessierte Eltern informierten sich pausenlos über die Einstiegs- und Karrieremöglichkeiten bei der Basler Banken. Abgerundet wurde der Stand durch die BBVg-eigene Gelddruckmaschine, bei der die Besucherinnen und Besucher der grössten Berufsmesse der Schweiz ihr personalisiertes Spielgeld drucken konnten.
Am 25. Oktober führten die Basler Banken wiederum den Anlass für Absolvierende "Banking-in-Basel" durch. Bei diesem Anlass erhalten Studierende und Absolvierende einen direkten und praxisnahen Einblick ins Banking - und selbstverständlich werden ihnen auch Einstiegs- und Karrieremöglichkeiten aufgezeigt. An den fünf Workshops, die von UBS, Credit Suisse, der Basler Kantonalbank der Bank CIC und der Julius Bär angeboten wurden, nahmen über 60 Studierende teil. Die grosse Mehrheit der Teilnehmenden studiert im Bachelor Wirtschaft oder ein wirtschaftsnahes Fach an der Universität Basel oder der Fachhochschule Nordwestschweiz.
Am 23. Mai fand in der Kundenhalle von UBS das Basler Bankenforum zum Thema "Nachhaltige Bonds - die Finanzierung der Zukunft?" in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Bankiervereinigung statt. Thomas Aegerter, Regionaldirektor UBS Basel und Vorstandsmitglied der Basler Bankenvereinigung begrüsste die anwesenden 130 Bankangestellten. Im anschliessenden Inputreferat zeigte Regula Berger, Mitglied der Konzernleitung der Basler Kantonalbank, auf, wie die Bank in Zusammenarbeit mit dem Kanton Basel-Stadt Green und Social Bonds herausgab. In der darauffolgenden Podiumsdiskussion vertieften die Panelteilnehmenden Regula Berger, Tanja Soland (Regierungsrätin Basel-Stadt), Lukas Stückelberger (Vize-Präsident der BBVg) und August Benz (CEO a.i. der Schweizerischen Bankiervereinigung) das Thema unter der Leitung von Catherine Thommen (Journalistin SRF). Daraus wurde einerseits klar, dass das Thema noch grosses Potenzial hat und andererseits, dass der Basler Bankenplatz schon seit über 30 Jahren eine Vorreiterrolle bei nachhaltigen Finanzierungen einnimmt - und dies nicht nur innerhalb der Schweiz, sondern auch europa- und weltweit. Bernhard Fischer, Präsident der Basler Bankenvereinigung, resümierte und hob den Pioniergeist des Basler Bankenplatzes abschliessend hervor und lud die Anwesenden zum Apéro riche in der UBS-Kundenhalle ein.
Die Banken und deren Verbände engagieren sich stark in der Berufslehre sowie in der Nachwuchsförderung und tauschen sich untereinander auch zum Thema aus. Zu diesem Austausch hat die Wettbewerbskommission im Dezember eine Voruntersuchung eröffnet. Ein von der Basler Bankenvereinigung, dem Zürcher Bankenverband und dem Arbeitgeberverband der Banken in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten zeigt deutlich, dass dieser Austausch rechtens ist.

Die Berufslehre ist ein Erfolgsrezept der Schweiz. Die Banken bieten mit die qualitativ hochwertigsten Berufslehren an und engagieren sich stark in der Grundausbildung. Dazu gehört auch ein regelmässiger Austausch in verschiedenen Gremien rund ums Thema Berufslehre, Praktika und Berufseinsteiger. Am 5. Dezember 2022 eröffnete die Wettbewerbskommission (Weko) eine Vorabklärung betreffend Informationsaustausche über Löhne und Lohnbestandteile von Lernenden und Berufseinsteigenden.

Die Basler Bankenvereinigung (BBVg), der Zürcher Bankenverband (ZBV) und der Arbeitgeberverband der Banken (Arbeitgeber Banken) weisen den mit Eröffnung der Vorabklärung verbundenen Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung zurück. Zur Klärung der rechtlichen Situation haben sie gemeinsam ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben. Die renommierten Kartellrechtler Prof. Dr. Philipp Zurkinden und Bernhard Lauterburg kommen klar zum Schluss, dass das Angebot von Lehrstellen der Ausbildung des Branchennachwuchses dient und nicht mit wettbewerblichen Zielen der Lehrunternehmen verbunden ist. Damit fallen Lehrverhältnisse schon zum vornherein nicht in die Zuständigkeit der Wettbewerbsbehörden. Darüber hinaus kommt das Gutachten zum Schluss, dass mit dem Informationsaustausch über die Berufslehren keine Wettbewerbsbeschränkung auf den nachgelagerten Dienstleistungsmärkten bezweckt oder bewirkt werden kann.

In Bezug auf Informationen zum Berufseinstieg halten die Gutachter fest, dass der Austausch von Lohninformationen «geradezu erforderlich ist» zur Einhaltung des in der Bankbranche geltenden Gesamtarbeitsvertrags.  Der Informationsaustausch bildet die Grundlage für die im GAV vorgesehenen innerbetrieblichen Lohnverhandlungen.

Die Bankenverbände sehen sich durch das Gutachten der renommierten Kartellrechtsexperten in ihrem Engagement für die Berufslehre und die Nachwuchsförderung vollumfänglich gestützt. Die Verbände gehen deshalb davon aus, dass das Thema nach der Voruntersuchung erledigt sein wird.

(Um das Gutachten zu öffnen klicken Sie oben rechts auf «Gutachten»)

Rund 70 Studierende nahmen am Anlass Banking-in-Basel teil. An diesem Anlass, der speziell für Absolvierende geeignet ist, wird den Teilnehmenden einen direkten Einblick ins regionale Banking gewährt. Ziel ist, den Studierenden der regionalen Hochschulen so die Branche und die tägliche Arbeit näher bringen zu können. Die fünf Banken UBS, Credit Suisse, Basler Kantonalbank, CIC (Schweiz) AG und Julius Bär zeigten in fünf unterschiedlichen Themengebieten die spannenden Tätigkeiten auf. Am Lunch standen Mitglieder der HR-Teams der Banken dann Rede und Antwort zu Praktikums- und Einstiegsmöglichkeiten für Studierende.

Primenews hat über den Anlass einen Artikel verfasst: https://primenews.ch/news/2022/10/vielfaeltig-und-spannend-banken-wollen-talente-zu-sich-holen

Vom 20.-22. Oktober fand in der Messe Basel die Berufs- und Weiterbildungsmesse statt. Die Basler Bankenvereinigung repräsentierte die regionalen Banken und zeigte den Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeiten eines Bankeinstieges auf. Attraktion am Stand war eine neue Gelddruckmaschine mit der Schülerinnen und Schüler aber auch deren Eltern eigenes, personalisiertes Geld drucken konnten.
Am Tag des Zinseintscheides der Schweizerischen Nationalbank führte die Basler Bankenvereinigung das Basler Bankenforum mit dem Titel "Inflation - wen trifft es, wie und warum" im Auditorium der Bank J. Safra Sarasin AG durch. Referent Prof. Dr. Pascal Gantenbein erläuterte neben den aktuellen Wirtschaftsentwicklungen auch die kürzlich erfolgten Zinsentscheide der Zentralbanken und deren Auswirkungen. Bei der anschliessenden Fragerunde, gefolgt von einem Apéro diskutieren die anwesenden rund 100 Bankangestellten die Auswirkungen auf die Basler Banken und ihre Kundinnen und Kunden.
Im Interview mit der Basler Zeitung erklärt BBVg-Präsident Bernhard Fischer, wie die Basler Banken für junge Arbeitnehmende noch attraktiver werden wollen. Die Banken der Region wachsen und suchen qualifiziertes Personal. Nicht nur Berufserfahrene, sondern auch Lernende und Berufseinsteiger finden bei den Basler Banken ideale Bedingungen, erklärt Bernhard Fischer, Präsident der Basler Bankenvereinigung.

Seit April sind Sie Präsident der Basler Bankenvereinigung (BBVg). Welche Ziele und Schwerpunkte haben Sie sich für die kommenden drei Jahre gesetzt?

 Bernhard Fischer: Die Thematik ist nach wie vor die gleiche, wie unter meinem Vorgänger John Häfelfinger. Wir wollen noch attraktiver werden für Fachkräfte – und auch für jüngere Arbeitnehmende und Berufseinsteiger. Im Kampf um die besten Talente in der Region müssen wir noch attraktiver werden.

Wie wollen Sie dies erreichen?

Die Stärke der Basler Bankenvereinigung ist es, dass sie sich nicht für eine sondern für alle Banken einsetzt und auch alle vertritt. Wir versuchen daher in den nächsten Wochen ein junges und bunt gemischtes Projektteam aus verschiedenen Banken aufzubauen, das Ideen entwickelt und diese dann auch umsetzt. So stellen wir sicher, dass wir mit unseren Bemühungen die richtige Zielgruppe ansprechen.

Und wenn da verrückte Ideen entstehen, lassen Sie das Projektteam diese trotzdem umsetzen oder greifen Sie korrigierend ein?

 Solange sich die Ideen in einem vernünftigen Rahmen bewegen, greifen wir nicht ein. Es geht gerade darum, dass wir eine junge Zielgruppe ansprechen und ihr die Sinnhaftigkeit des Bankings vermitteln wollen. Da ist es auf jeden Fall besser, wenn Junge diese Kommunikationsrolle wahrnehmen, die erst seit kurzem bei einer Bank arbeiten. Leute wie mich, die seit über dreissig Jahre bei der gleichen Bank arbeiten, müssen nicht mehr überzeugt werden (lacht).

Bernhard Fischer ist seit 2000 Leiter des Firmenkundengeschäfts der Region Nordschweiz der Credit Suisse. Seit 2006 ist auch Vorstandsmitglied der BBVg, seit 2022 deren Präsident. Die BBVg vertritt die Interessen der 25 in Basel domizilierten Banken. Unter anderem betreibt sie das Jobportal www.finjobs.ch, auf dem die Basler Banken ihre offenen Stellen und auch Lehrstellen und Praktika ausschreiben.

Am 31. Mai fand in der Kundenhalle der UBS Basel das Basler Bankenforum zum Thema "Cryptoassets - Anlageklasse der Zukunft?" statt. Vor über 150 Gästen referierte der renommierte Blockchainexperte Prof. Dr. Fabian Schär über die aktuellen Entwicklungen. In der anschliessenden Podiumsdiskussion, bei der neben Schär Rechtsanwältin Prof. Dr. Cornelia Stengel und Crypto-Unternehmer Jan Brzezek teilnahmen, wurde insbesondere über die aktuelle und künftige Rolle von Banken in der Welt der Kryptoanlagen diskutiert.

UBS-Regionaldirektor und BBVg-Vorstandsmitglied Thomas Aegerter begrüsste die über 150 Anwesenden freudig zum ersten Basler Bankenforum in Präsenz seit langer Zeit und leite in das Thema der Kryptoanlagen ein. Bevor er das Wort an Prof. Dr. Fabian Schär übergab, wies Aegerter stolz darauf hin, dass es sich beim weltweit gefragten Kryptoexperten um einen ehemaligen UBS-Praktikanten handelt.

Uniprofessor Schär erläuterte den anwesenden Bankangestellten neben der generellen Funktionsweise von Kryptoanlagen auch einige ökonomische Erkenntnisse von dezentral organisierten, jedoch transparenten Blockchains. Vor allem vermittelte Schär aber die verschiedensten Möglichkeiten der neuen Technologie und erläuterte auch die Rolle der Banken, wie er sie in diesem Markt sieht: «Gerade in diesem komplexen System, wird es auch künftig eine Nachfrage nach Beratung und sicherer Verwahrung geben.»

Weitere Informationen zu den Inhalten von Prof. Dr. Fabian Schärs Forschungsgebiet sind hier zu finden: https://cryptolectures.teachable.com/

Beim anschliessenden Podium, das von SRF-Journalistin Catherine Thommen moderiert wurde, gingen Schär, Rechtsanwältin Prof. Dr. Cornelia Stengel und Crypto-Unternehmer Jan Brzezek neben der Rolle der Banken auch auf die Regulierung und die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Cryptoassets gegenüber konventionellen Anlageprodukten ein.

BKB-CEO und BBVg-Vize Basil Heeb hielt abschliessend fest, dass es für alle noch viel zu lernen gibt und lud die anwesenden Gäste zum traditionellen Apéro ein.

Die Basler Zeitung kündigte das Basler Bankenforum in einem Interview mit Fabian Schär an: https://www.bazonline.ch/komplett-autonom-und-zensurresistent-969159749999
Bei PrimeNews ist ein Artikel und ein Podcast zum Basler Bankenforum erschienen: https://primenews.ch/articles/2022/06/was-wir-ueber-den-krypto-megatrend-wissen-muessen