Heute und morgen unterstützen insgesamt rund 40 Bankmitarbeitende freiwillig den «Zolli» bei der Umsetzung seines Schutzkonzeptes. Der Zoo Basel benötigt dafür Helferinnen und Helfer für Eingangskontrollen und Patrouillen. Die Basler Banken freuen sich, der Gesellschaft etwas zurückgeben zu können und die wichtige Basler Institution «Zolli» zu unterstützen.

Auch dieses Jahr führt die Basler Bankenvereinigung mehrere «Volunteering Days» durch, bei denen Bankmitarbeitende einen freiwilligen Beitrag an der Gesellschaft leisten können. Während zwei Tagen unterstützen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Banken aus der Region Basel den «Zolli» bei der Umsetzung seines Schutzkonzeptes. Die Mitarbeitenden der Basler Banken führen dabei Eingangskontrollen durch oder gehen auf Patrouille und überwachen die Einhaltung der wichtigen Regeln in der aktuellen Phase.

Die Basler Banken freuen sich, mit diesen beiden «Volunteering Days» eine wertvolle Unterstützung für den Zoo Basel leisten zu können. John Häfelfinger, Präsident der Basler Bankenvereinigung: «Nachdem wir letztes Jahr dem Tierheim an der Birs unter die Arme greifen konnten, sind wir sehr froh, dass wir nun auch dem Zolli helfen können. Ich finde es toll, mit wieviel Begeisterung sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für diese Freiwilligentage engagieren.» Der Zolli wurde wie viele andere Institutionen auch von der aktuellen Krise hart getroffen und benötigt momentan jeden Tag Freiwillige, um unter Einhaltung des Schutzkonzeptes wieder öffnen zu dürfen.


Die Basler Bankenvereinigung – Branchenverband mit langer Tradition

Die Basler Bankenvereinigung (BBVg) wurde 1918 gegründet und ist der Branchenverband der in der Nordwestschweiz tätigen Banken. Die 26 Mitgliedinstitute bieten die gesamte Palette an Finanzdienstleistungen an und beschäftigen in der Region 6300 Mitarbeitende.

 

Auskunft erteilt:

Patrick Huber
Geschäftsführer Basler Bankenvereinigung
+41 61 270 60 11 oder +41 79 280 21 71
p.huber@bankenbasel.ch

In den ersten drei Wochen des Bundesprogrammes haben die Basler Banken den regionalen Unternehmen rund 7700 COVID-19-Kredite bewilligt. Die Summe der bewilligten COVID-19-Kredite beläuft sich auf 750 Millionen Franken. Insgesamt stellen die Basler Banken nach einem anfangs sehr hohen Bedarf nun eine kontinuierliche Abnahme der Nachfrage nach COVID-19-Krediten fest.

Seit dem 26. März 2020 können Unternehmen in der Schweiz via Unterstützungsprogramm des Bundes Kreditgesuche für verbürgte COVID-19-Kredite bei den Banken einreichen. Bis zum vergangenen Freitag haben die Basler Banken den Unternehmen der Region 7700 COVID-19-Kredite im Rahmen der Gesamtsumme von 750 Millionen Franken bewilligt.

Gleich nach Lancierung des Programmes war die Nachfrage nach den Krediten aus der regionalen Wirtschaft besonders hoch. «Die Basler Banken haben deshalb ihre Kreditabteilungen aufgestockt und über die Wochenenden durchgearbeitet. Mittlerweile haben die Anträge kontinuierlich abgenommen», so John Häfelfinger, Präsident der Basler Bankenvereinigung.

Der Liquiditätsbedarf ist vor allem bei den kleinen und mittleren Unternehmen dringend. Grössere Unternehmen verfügen oft über Liquiditätsreserven für längere Perioden. Die Unternehmen erhalten mit den COVID-19-Krediten rasch und unbürokratisch wertvolle Liquidität, um ihre laufenden Kosten zu decken, die trotz Krise und Umsatzeinbussen anfallen.

 

Berechnung der Zahlen

Berücksichtigt für die Berechnung der aufgeführten Zahlen wurden alle COVID-19 Kredite – also jene bis 500’000 Schweizer Franken, die im Zeitraum zwischen dem 26. März und dem 17. April 2020 in der Region Nordwestschweiz (Kanton Basel-Stadt, Kanton Basel-Landschaft, Schwarzbubenland und Fricktal) von folgenden Banken und der Postfinance bewilligt wurden: Basler Kantonalbank, BLKB, UBS Switzerland AG, Credit Suisse (Schweiz) AG, Migros Bank AG, Bank CIC (Schweiz) AG und Raiffeisenbanken.

 

Die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft sowie die wichtigsten Basler Banken im Firmenkundengeschäft sind sich der Bedeutung der regionalen Unternehmen und den damit verbundenen Arbeitsplätzen bewusst. Alle Beteiligten setzen sich mit Herzblut dafür ein, in der Region Unternehmenskonkurse und damit Arbeitslosigkeit zu verhindern.

Ziel der Kantone, der Banken und der gesamten Gesellschaft ist es, die Krise mit möglichst kleinen Einbussen zu überstehen und nachhaltigen wirtschaftlichen Schaden zu verhindern. Im Speziellen halten die Unterzeichneten folgende gemeinsame Absichten fest:

  • Die Banken und Kantone unterstützen das Massnahmenpaket des Bundes und stehen im Rahmen ihrer Möglichkeiten und der Kreditfähigkeit ihrer Kunden den Unternehmen beim Prozess zur Seite.
  • Die Banken begrüssen die Massnahmenpakete der beiden Kantone, die umfassend und rasch auf die Beine gestellt wurden.
  • Die Banken und Kantone zeigen sich gegenüber Unternehmen, die aufgrund der aktuellen Krise in Liquiditätsschwierigkeiten geraten, speditiv und lösungsorientiert. Konkret wird beispielsweise die Verlängerung von Fristen bei Bedarf wohlwollend geprüft.
  • Die Banken und Kantone begleichen Lieferantenrechnungen so rasch als möglich, um die Unternehmen mit Liquidität zu versorgen. Unter gewissen Umständen sind Banken und Kantone bereit, Vorauszahlungen zu prüfen.
Berufslehre Wirtschaftsverbände sind unzufrieden mit Lehranstalten - nehmen aber auch Schüler in die Pflicht.

Basler Lehrlinge, das lässt sich schon lange nicht mehr leugnen, geniessen einen miserablen Ruf. Gebessert hat sich in den letzten Jahren aber nichts, das Grummeln der Lehrmeister und Wirtschaftsverbände wird immer lauter. Die 600 Jugendlichen aus dem Stadtkanton, die sich am Mittwoch an der Lehrstellenbörse des Gewerbeverbands mögliche Jobs bei 50 Unternehmen ansehen können, dürften nicht den besten Stand haben.

Ins Zentrum der Kritik rücken die Volksschulen. Es muss ein Alarmsignal für diese sein, wenn der Basler Bankenverband auf Anfrage sagt: «Wir stellen fest, dass viele Banken weniger und qualitativ schlechtere Bewerbungen aus dem Kanton Basel-Stadt erhalten. Entsprechend werden mehr Dossiers von Schülern aus den benachbarten Kantonen berücksichtigt.» Das liegt hauptsächlich daran, dass viel zu viele Jugendliche heute das Gymnasium oder eine weiterführende Schule besuchen. Letztes Jahr sind 37,2 Prozent aller Schüler ins Gymi übergetreten – eine viel zu hohe Zahl und Deutschschweizer Spitzenwert, natürlich.

Ob Bankenverband, Gewerbeverband oder Handelskammer beider Basel: Alle stören sich an diesem Wert; vor allem weil die Kenntnisse der Schüler in wichtigen Fächern wie Deutsch und Mathematik laut Pisa-Studie katastrophal sind. Reto Baumgartner, Leiter Berufsbildung des Gewerbeverbands, sagt deutlich: «Es ist doch klar, dass die Basler Schüler nicht so viel cleverer sind als jene in anderen Kantonen.» Die hohe Gymnasium-Quote sei also nicht zu rechtfertigen und erweise im Grunde allen einen Bärendienst.

Handelskammer-Boss Martin Dätwyler sagt über dasselbe Problem: «Es ist nicht Aufgabe der Wirtschaft, in der Schule entstandene Defizite auszugleichen.» Die Lehranstalten hätten eine grosse Verantwortung und müssen sich fragen, mit welchen Massnahmen sie dem begegnen wollten. Dieter Baur, Leiter Volksschulen, bestätigt, dass die heterogene Bevölkerung in Basel die Schulen vor Herausforderungen stelle, namentlich in den beiden genannten Fächern. Man räume diesen grosse Priorität ein, etwa mit einem erhöhten Bewusstsein für sprachbewussten Unterricht.

Offensichtlich ist der Erfolg überschaubar – und die Kritik an den Schulen wächst weiter. Die Wirtschaftsverbände beklagen sich auch lautstark darüber, dass die Berufslehre nicht den Stellenwert erhalte, den sie verdient hätte. Kurz: Nur das Gymnasium zählt. Baur widerspricht dem: Man unternehme grosse Anstrengungen – die Gleichwertigkeit der verschiedenen Ausbildungswege könne nicht genügend betont werden.

Nur: Das klappt überhaupt nicht. In Basel sind die Lehrlinge bei Ausbildungsbeginn durchschnittlich ein bis zwei Jahre älter als in anderen Kantonen. Was daher rührt, dass die Übertrittsquote ins Gymnasium «deutlich zu hoch» sei, wie Baumgartner sagt. Stossend sei für ihn – wie für Dätwyler auch -, dass von den Verbänden angebotene Berufslehre-Förderprojekte in den Schulen nicht auf grosse Resonanz stossen.

Baur geht mit den Kritikern insofern einig, indem er sagt, dass für das nächste Schuljahr die Übertrittsquote ins Gymnasium «im Minimum stabilisiert werden soll», da sie zwischen 2018 (über 40 Prozent) und 2019 (37,2 Prozent) erfreulicherweise stark gesunken sei. Die Statistik zeigt in der Schweiz als auch im Ausland klar: Je höher der Anteil des jeweils höchsten Schulabschlusses ist, desto höher auch die Jugendarbeitslosigkeit.

Das bestreitet auch Baur nicht – und wünscht sich «mehr starke Schülerinnen auf dem Lehrstellenmarkt».

In der Politik wird aber noch nicht vehement gepocht – und für Baumgartner ist klar, warum: Die Reaktion auf die Anhebung des Notendurchschnitts fürs Gymnasium habe gezeigt, wie heikel dieses Thema sei. Offensichtlich will sich da niemand die Finger daran verbrennen. Baumgartner, ein erfahrener Berufsbildner, legt nach: «Was mich auch stört: Wenn 10 Prozent der Auszubildenden ihre Lehre abbrechen, ist der Aufschrei riesig. Dass es im Gymnasium 20 bis 30 Prozent sind, darüber empört sich offensichtlich niemand.»

Doch nicht nur die Schulen stehen im Kreuzfeuer der Kritik. Auch die Lehrlinge schwächeln. Dätwyler spricht an, was von vielen Lehrmeistern schon lange kritisiert wird: «Es sind auch immer öfter die Soft Skills, die nicht zufriedenstellend sind: Es fehlt manchen Lehrlingen an Ernsthaftigkeit, Motivation, Disziplin und Durchhaltewillen. Das ist gesellschaftlich bedingt.»

Keine guten Aussichten.

John Häfelfinger, Präsident der Basler Banken­vereinigung, will den regionalen Finanz­platz in seiner Bedeutung stärken.

Lesen Sie hier das ganze Interview mit der Redaktion von PrimeNews: https://primenews.ch/articles/2019/01/unser-ziel-ist-es-die-pendler-nach-basel-zurueckzuholen

Das gibt es ja nicht: Ausgerechnet der Mann, der bei der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB) den Krawattenzwang abgeschafft hat, erscheint zum Redaktionsgespräch im Prime News-Büro: mit einer Krawatte!In der allgemeinen Heiterkeit, die über den witzigen Umstand ausbricht, geht John Häfelfingers Begründung völlig unter. Das Kleider-Detail spielt ja aber auch gar keine Rolle.Schliesslich ist der BLKB-CEO an diesem Tag bei uns zu Besuch, um zum Jahresanfang in die Zukunft zu blicken: Wie lange gibt es noch Bargeld? Vor welchen Umwälzungen steht die Bankenwelt im digitalen Zeitalter? Und was bedeutet das für den Finanzplatz Basel? Es sind Themen, die Häfelfinger als Präsident der Basler Bankenvereinigung (gewählt im April 2019) ganz besonders umtreiben.Im ausführlichen Interview zeichnet sich denn auch rasch ab, dass sich die Organisation mit ihren 26 angeschlossenen Banken ein klares Ziele gesetzt hat: Die 4’000 Bankfachleute, welche täglich von Basel nach Zürich pendeln, sollen zurückgeholt und damit der Basler Finanzplatz gestärkt werden.

Beginnen wir das Interview mit einem Ärgernis: Immer mehr Banken verteuern die Gebühren für den Bargeld­bezug am Schalter. Das verärgert die Kunden und ist schlecht fürs Image. Hat denn Bargeld keine Zukunft mehr?

Der Trend ist eindeutig: In den letzten fünf Jahren hat sich der Bargeldbezug am Schalter in der Schweiz um einen Drittel reduziert. Auch Bankautomaten sind immer weniger gefragt. Gleichzeitig haben die Banken hohe Kosten. Eine Vollkostenrechnung zeigt, dass pro Bargeldbezug rund zehn Franken anfallen. Es liegt auf der Hand, dass die Banken unter dem Blickwinkel der Effizienz auf diese Situation reagieren.

Bargeld ist die letzte Freiheit!

Völlig einverstanden. Transaktionen mit der Kreditkarte hinterlassen immer eine Spur. Und auch Kryptowährungen wie Bitcoin sind nicht vollends anonym. Für mich kommt noch ein weiterer Aspekt hinzu: Die Ausbildung. Physisches Geld hilft jungen Menschen, den Umgang mit ihren Finanzen zu lernen. Aber eben: Es ist ein Fakt, dass Bargeld seit Jahren stark rückläufig ist.

Gibt es eine Übereinkunft unter den Banken, wie der Umgang mit dem Bargeld in Zukunft gehand­habt wird?

Nein, da schaut jedes Finanzinstitut für sich. Für die Kantonalbanken ist der Fall klar: Der zentrale Leistungsauftrag lautet, den Geldverkehr sicherzustellen.

Sie sind Präsident der Basler Banken­vereinigung. Wie sehr schmerzt es, auch mit Blick auf die Geschichte, im Schatten von Zürich zu stehen?

Ich halte fest, dass die Banken und Finanzdienstleister auf Platz Basel 8’500 Angestellte in rund 6’300 Vollzeitstellen beschäftigen. Der Arbeitsmarkt ist hochinteressant. Rund 4’000 Bankfachleute aus der Region pendeln allerdings täglich – meist mit dem Zug – nach Zürich. Diese Gruppe wollen wir nach Basel zurückholen. Das Potential ist riesig.

Wie soll das gelingen?

Die Basler Bankenvereinigung wird dieses Jahr eine Online-Plattform entwickeln, auf der alle offenen Stellen von Banken in Basel aufgeführt werden. Die Jobplattform werden wir speziell auch bei den angesprochenen Pendlern bewerben und so auf die vielseitigen und attraktiven Karrieremöglichkeiten der Banken in Basel aufmerksam machen. Diese werden gerne unterschätzt.

Wie kommen Sie zu dieser Einschätzung?

Ich erlaube mir diese Aussage zu machen, weil ich in meiner früheren, mehr global ausgerichteten Funktion bei der Credit Suisse direkte Vergleiche zwischen verschiedenen Standorten auf der ganzen Welt ziehen konnte. In Zürich ist das Lohnniveau gewiss höher, dafür herrscht ein hoher Konkurrenzdruck. Oftmals kommen dort auch Bewerber aus dem Ausland zum Zug. Anders in Basel, wo in der Regel auf das eigene Personal gesetzt wird. Der Arbeitsmarkt ist weniger hart umkämpft, verfügt aber dennoch über hochqualifizierte Mitarbeiter und vielversprechende Talente. Auch dies ist eine Erkenntnis aus meiner Zeit bei der CS.

Die Schweizer Finanz­institute bieten inzwischen fast alle die gleichen Dienst­leistungen an. Wie wichtig ist da noch ein eigenständiger Banken­platz für die regionale Wirtschaft?

Täuschen Sie sich nicht, das ist extrem wichtig! Ich halte es für entscheidend, dass der Standort Basel mit seiner starken Wirtschaft über eigene Finanzkompetenz verfügt. Grossunternehmen vermögen sich vielleicht selber zu organisieren, nicht so aber die kleineren und mittleren Unternehmen. Es braucht Banken, die das lokale Gewerbe verstehen und es unterstützen können, ansonsten leidet der gesamte Wirtschaftsraum.

Trotzdem: Ist es nicht Wunsch­denken, gegen die Macht am Parade­platz anzu­kommen?

Schauen Sie, es gibt im Banking zahlreiche Dienstleistungen, die wir in Basel unabhängig von Zürich anbieten könnten. Das muss das Ziel sein. Die Basler Banken verfügen über die Kraft, diesen Wandel herbeizuführen. Es geht bei diesen Bemühungen im Übrigen nicht nur um bankentypische Jobs, sondern auch um andere Segmente wie zum Beispiel die ganze IT-Industrie. Hier dominieren IBM oder Google, beide mit Sitz in Zürich. Um vor Ort über das nötige Knowhow zu verfügen, sollten diese Branchen auch in Basel angesiedelt werden.

Reden wir über Stil: Die Berner Kantonal­bank hat kürzlich bekanntgeben, dass sich die Mit­arbeiter künftig unter­einander duzen. Auch die Krawatten­pflicht fällt weg. Diese Lockerung bei den Kleider­vorschriften hatten Sie als neuer BLKB-Chef ebenfalls eingeführt. Welche Hoffnungen sind mit solchen Mass­nahmen verbunden?

Die Bankenbranche war lange Zeit sehr traditionell und geprägt von starken Hierarchien. Gesellschaftlich hat jedoch ein Umdenken stattgefunden. Moderne Unternehmen arbeiten nicht mehr in Hierarchien, sondern in Netzwerken. Experten verschiedener Bereiche sitzen gemeinsam am Tisch und erarbeiten Lösungen. Führungsfunktion und Fachfunktion sind inzwischen gleichgestellt. Diesen Schritt gehen nun auch die Banken. Die lockere Umgebung am Arbeitsplatz ist ein wichtiger Teil davon. Dazu gehören aber auch die Optionen, Teilzeit oder im Home-Office arbeiten zu können.

Wie kommen diese Veränderungen beim Banken­personal an?

Ich kann hier nur für die BLKB sprechen. Das Fazit ist bislang äusserst positiv: In den letzten zwei Jahren haben sich die Spontanbewerbungen verdreifacht. Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Was auffällt: Die Banken in Basel suchen sehr stark den Bezug zur Basler Identität. Gerade in den Social Media-Kanälen wird das Stadt­leben zelebriert und versucht, ein Zugehörig­keits­gefühl zu schaffen. Reicht es nicht mehr, nüchtern eine Reihe von Finanz­dienst­leistungen anzubieten?

Es geht bei dieser Frage stark um den Ruf einer Bank. In den Neunzigerjahren ist es zu Auswüchsen gekommen. Hohe Boni, zwielichtige Geschäfte, versteckte Vermögen: Das waren prägende Schlagzeilen, die dem Ansehen des Schweizer Finanzplatzes insgesamt sehr geschadet haben. Deshalb ist es wichtig zu betonen, wofür Banken eigentlich stehen und welche Aufgaben sie ausüben. Viele Banken geben sich inzwischen wieder einen gesellschaftlichen Auftrag. Es ist ihnen ein Anliegen, in irgendeiner Form soziale Verantwortung wahrzunehmen. Das drückt sich zum Beispiel in der von Ihnen erwähnten Verbundenheit zu einem Ort aus.

Wenn man sich die aktuellen Beschattungs-Skandale bei der Credit Suisse zu Gemüte führt, dürfte die Image­korrektur vorerst zum Scheitern verurteilt sein.

Das ist in der Tat ein Thema, mit dem wir uns auseinandersetzen müssen. Ich halte aber fest: Solche Vorkommnisse sind Einzelfälle und nicht repräsentativ. Gerade in Basel ist man im Bankensektor auf einen guten Ruf bedacht und legt Wert auf ein freundschaftliches Verhältnis zu den Kunden. Zürich ist grösser und die Beziehung deutlich anonymer.

Die ganze Welt spricht von Nach­haltigkeit. Wo stehen da die Basler Banken?

In Basel gibt es ein klares Bekenntnis zur Nachhaltigkeit. Die konkrete Umsetzung ist jedoch unterschiedlich. Mehrere Banken haben zum Beispiel bekanntgegeben, keine Kohleproduktionen mehr zu unterstützen. Bei der BLKB haben wir 2014 damit begonnen, das Anlagegeschäft auf sogenannte ESG-Kriterien (ethisch, ökologisch, sozial; Anm. d. Red.) umzustellen. Wir machen nichts, was diesen Kriterien widerspricht. Man muss sich aber über die Konsequenzen im Klaren sein: Nur schon die Ankündigung der neuen Standards führte 2014 dazu, dass wir Kunden verloren haben.

Nachhaltigkeit ist also schlecht fürs Geschäft?

Wenn heute ein Erdölkonzern an die Börse geht, werden die Aktien genau wie in früheren Jahren noch immer massiv überzeichnet. Das ist eine Realität. Ich glaube, es handelt sich um einen laufenden Prozess, bei dem sich die Standards allmählich vereinheitlichen. So lange sich in der Kette immer noch ein Anbieter findet, der die Finanzierung eines Geschäfts übernimmt, wird es seine Zeit dauern. Zudem wird unter Nachhaltigkeit fast ausschliesslich ein stärkeres Bewusstsein für Ökologie verstanden. Ich bin der Meinung, der Begriff sollte breiter definiert werden.

Was heisst das konkret?

Nachhaltigkeit bezieht sich zum Beispiel auch auf den Umgang mit den Angestellten. So organisieren viele Basler Banken und auch die Basler Bankenvereinigung selbst jährlich Volunteering Days für die Bankangestellten der Region. Dabei erhalten einerseits die Mitarbeitenden einen wertvollen Einblick in eine bankenuntypische Organisation und gleichzeitig können wir als Finanzinstitute soziale Institutionen unterstützen. Beispielsweise organisierte die Basler Bankenvereinigung 2019 zwei  Volunteering Days im Tierheim an der Birs. Solche Engagements kommen auf allen Seiten gut an.

Zum Schluss ein Blick in die Zukunft: Wie trete ich in fünf Jahren mit einer Bank in Kontakt? Braucht es über­haupt noch Filialen? Werde ich bis dahin nicht gemütlich vom Sofa per Webcam mit dem Kunden­betreuer meine Anliegen besprechen können?

Das Zauberwort heisst «Multichannel». Als Banken müssen wir in der Lage sein, auf allen Kanälen mit den Kunden kommunizieren zu können – über den Computer, das Smartphone oder klassisch bei einem Meeting in der Filiale. Wir müssen in allen Bereichen hochfahren und Investitionen tätigen. Die Erfahrung zeigt, dass je komplexer ein Geschäft ist, desto mehr der persönliche Kontakt gewünscht wird.

Seit 2017 CEO der BLKB

John Häfelfinger wurde 1971 geboren und hat italenisch-schweizerische Wurzeln. Seine berufliche Laufbahn begann er mit einer Bankenlehre, danach absolvierte er die Ausbildung zum Betriebswirt HFW und machte das Diplom an der Swiss Banking School. Später stieg der Bürger von Gelterkinden und Basel bei der Credit Suisse die Karriereleiter hoch. Nach zehn Jahren in verschiedenen Führungsfunktionen wurde er 2017 zum CEO der Basellandschaftlichen Kantonalbank ernannt. Im April 2019 übernahm er zudem das Präsidium der Bankenvereinigung Basel. Häfelfinger ist verheiratet und Vater zweier Kinder. (red.)

Hunderte Stellen können in der Rheinstadt nicht mehr besetzt werden. Wer kann, geht nach Zürich. Diesen «Brain Drain» will man stoppen.

Bloss weg hier? Der einst ruhmreiche Bankenplatz Basel hat in den letzten 20 Jahren viel von seinem früheren Glanz verloren, und auch von seiner Macht. Die Zahl der Mitarbeiter ist in diesen zwei Dekaden stetig geschrumpft. Zuletzt hat sich die Zahl zwar stabilisiert – auf circa 6500 Vollzeitstellen –, brisant ist jedoch ein anderer Fakt: Die Banken schaffen es nicht, genügend Personal zu rekrutieren. Mehrere Hundert Stellen wären zu vergeben, stossen aber auf kein Interesse bei Arbeitnehmern.

Die Basler Bankenvereinigung sagt, dass vor allem in den Bereichen IT und Compliance ein grosses Vakuum bestehe – nebst guten Front-Leuten, die immer gefragt seien. Warum aber besteht dieses Rekrutierungsproblem? John Häfelfinger, CEO der Basellandschaftlichen Kantonalbank und Präsident der Basler Bankenvereinigung, sagt: «Die Branche hat allgemein noch immer ein Problem mit dem Image. Dieses wurde zwar in den letzten Jahren wieder besser – leidet jedoch immer noch unter dem Eindruck der Finanzkrise.» In Basel seien in dieser Phase viele Stellen verloren gegangen oder nach Zürich verlagert worden.

Tolle Karriere in der Region

Das belegen auch die Zahlen. 4200 Bankangestellte aus der Region pendeln täglich nach Zürich. Das dürften laut dem Verband mehr sein als noch vor zehn Jahren – exakte Erhebungen gibt es nicht. Zum Vergleich: Umgekehrt sind es nur rund 1000 Angestellte, die aus der restlichen Schweiz und dem Ausland nach Basel zur Arbeit kommen.

Dieser «Brain Drain» ist besorgniserregend. In den Köpfen hat sich offensichtlich der Gedanke festgesetzt, dass Basel kein attraktives Pflaster für Bankangestellte ist. Bereits im Dezember 2011 hat eine Studie des Wirtschaftswissenschaftlichen Zentrums (WWZ) der Universität Basel festgestellt, dass qualifizierte Mitarbeiter in ihrer Wahrnehmung in Basel kaum Aufstiegsmöglichkeiten hätten. Gebessert hat sich dies seither nicht, im Gegenteil.

«Wir müssen den Menschen wieder verdeutlichen: Auch in unserer Region kann man eine tolle Karriere machen.»
John Häfelfinger, Präsident der Basler Bankenvereinigung

Patrick Huber, Geschäftsführer der Basler Bankenvereinigung, sagt: «Die Jungen haben heute das Gefühl: Wer Karriere machen will, muss zwingend nach Zürich gehen.» Kommt dazu, dass der Lohn an der Limmat auch höher ist als am Rhein. Wer etwa als IT-Fachkraft die Wahl hat, geht also entweder nach Zürich oder präferiert einen Job bei einem grossen Konzern, der in Basel den Hauptsitz hat – beispielsweise in der Pharmabranche.

Diesem Zustand will die Basler Bankenvereinigung nun entgegenwirken. Häfelfinger sagt: «Wir müssen den Menschen wieder verdeutlichen: Auch in unserer Region kann man eine tolle Karriere machen.» Dafür wird nun eine Plattform entwickelt, auf der alle vakanten Jobs auf dem Basler Finanzplatz auf einen Blick zu finden sind. Huber sagt: «Die Website soll im ersten Halbjahr online gehen. Sobald dies der Fall ist, werden Pendler auch direkt mit Aktionen angesprochen.» Ob das allein für ein Umdenken bei Bankangestellten reicht, ist aber ungewiss.

Über 60 Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger nutzten den heutigen «Banking-in-Basel»-Anlass der Basler Bankenvereinigung um Einblick in die Arbeitswelt der Banken zu erhalten. In Workshops tauschten sie sich mit Berufsleuten zu aktuellen Themen aus der Bankenwelt aus.

An der Karriereveranstaltung der besonderen Art der Basler Bankenvereinigung (BBVg) nahmen heute insgesamt über 60 interessierte Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger teil. In fünf Workshops bearbeiteten die Studierenden während eines halben Tages aktuelle und praktische Fragestellungen, wie beispielsweise eine Nachfolgeplanung aufgestellt wird oder wie an den Finanzmärkten nachhaltig investiert werden kann. So erhielten die Studierenden einen vertieften Einblick in die Banken- und Arbeitswelt.

Gegenseitiger Austausch

Der Workshopteilnehmende Fabian Schürch freut sich: “An der Universität lernen wir sehr viel Theorie. Am heutigen Tag konnte ich in die Praxis des Bankings eintauchen und erst noch viele Bankangestellte persönlich kennen lernen. Der Anlass Banking-in-Basel ist eine grossartige Gelegenheit, die ich sämtlichen Studierenden empfehle.“ Umgekehrt schätzen auch die Banken die persönliche Zusammenarbeit mit den wissbegierigen Nachwuchstalenten. Bernhard Fischer, Leiter Firmenkunden Region Nordschweiz, Credit Suisse (Schweiz) AG und Vizepräsident der BBVg, erläutert: “Es ist für uns eine grosse Chance, wenn sich engagierte Studierende dem Themenbereich Corporate Banking widmen. Selbstverständlich stellen wir diesen Studierenden sehr gerne Karrieremöglichkeiten in unserer Bank vor. Ich bin stolz darauf, dass wir auch schon mehrere Talente des Banking-in-Basel für die Credit Suisse rekrutieren konnten. “

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten an den Workshops Einsicht in folgende Themen:
•          Bank Cler AG: Agiles Arbeiten bei der Bank Cler (ZAK)
•          UBS AG: White Labelling im Fondsmanagement
•          Credit Suisse (Schweiz) AG: Corporate Banking
•          Bank CIC (Schweiz) AG: Legal & Compliance
•          Basellandschaftliche Kantonalbank: Nachhaltigkeit im Asset Management

«Banking-in-Basel» richtet sich an Studierende und Absolventinnen und Absolventen von Universitäten und Fachhochschulen in der ganzen Schweiz und des nahen Auslands. Die Veranstaltung fand heute bereits zum elften Mal statt. Erste Impressionen vom heutigen Anlass finden Sie hier.

 

Die Basler Bankenvereinigung – Branchenverband mit langer Tradition

Die Basler Bankenvereinigung (BBVg) ist der Branchenverband für die Banken in der Nordwestschweiz. Der Verband wurde 1918 gegründet und feierte letztes Jahr sein 100jähriges Jubiläum. Die 26 Mitgliedinstitute bieten die gesamte Palette an Finanzdienstleistungen und beschäftigen in der Region Basel 6‘300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

 

Auskunft erteilt:
Patrick Huber
Geschäftsführer Basler Bankenvereinigung
T +41 61 270 60 11 oder +41 79 280 21 71
E-Mail: p.huber@bankenbasel.ch

An der Mitgliederversammlung der Basler Bankenvereinigung (BBVg) übernahm BLKB-CEO John Häfelfinger turnusgemäss das Präsidium des regionalen Bankenverbandes.

An der 101. ordentlichen Mitgliederversammlung der Basler Bankenvereinigung (BBVg) übergab nach drei Jahren Präsidentschaft Dreyfus-CEO Stefan Knöpfel das Präsidium turnusgemäss an John Häfelfinger, CEO der Basellandschaftlichen Kantonalbank. Mit Häfelfinger, der dem Vorstand seit 2017 angehört, übernimmt erstmals die BLKB das Präsidium der BBVg: „Ich freue mich und fühle mich geehrt, als erster Vertreter der BLKB das Präsidium zu übernehmen. Gleichzeitig ist dies auch Ausdruck der regionalen Verankerung der BBVg. Diese möchte ich auch künftig in der Öffentlichkeit ausspielen, um den Bankenplatz Nordwestschweiz zu stärken.“

Weiter wurde Claude Scharowski, Niederlassungsleiter Basel der Bank Julius Bär & Co. AG, neu in den Vorstand der Basler Bankenvereinigung gewählt. Stefan Knöpfel: „Claude Scharowski, als regional bestens verankerter Leiter der Geschäftsstelle der Julius Bär, vertritt die Schweizer Privatbanken und bereichert unseren Vorstand. Wir freuen uns auf eine konstruktive Zusammenarbeit.“ Basil Heeb, CEO Basler Kantonalbank, wurde zudem als Nachfolger von Simone Westerfeld in den Vorstand der BBVg gewählt.

Aus dem Vorstand zurückgetreten ist neben Simone Westerfeld Christoph Gloor (ehem. Notenstein La Roche Privatbank AG, heute Bank Vontobel AG). Der Vorstand der BBVg setzt sich neu wie folgt zusammen:

  • John Häfelfinger (Basellandschaftliche Kantonalbank), Präsident
  • Bernhard B. Fischer (Credit Suisse AG), Vizepräsident
  • Lukas Stückelberger (Bank J. Safra Sarasin AG), Vizepräsident
  • Samuel T. Holzach (UBS AG)
  • Basil Heeb (Basler Kantonalbank)
  • Thomas Müller (Bank CIC (Schweiz) AG)
  • Stefan Knöpfel (Dreyfus Söhne & Cie AG, Banquiers)
  • Claude Scharowski (Bank Julius Bär & Co. AG)

Fokus auf Nachwuchsförderung

Für das laufende Jahr liegt der Fokus neben einer Studie zur regionalen Wertschöpfung auf der Nachwuchsförderung. Die erfolgreiche Veranstaltung „Banking-in-Basel“ findet am 31. Oktober 2019 bereits zum zehnten Mal statt. Der Anlass bietet Studierenden und Absolventen mit verschiedenen Workshops  einen Einblick in die Bankentätigkeit. Ebenfalls werden die Basler Banken an der Berufsschau in Pratteln vom 23. bis 27.Oktober 2019 die Lehrberufe im Banking präsentieren. Das grosse Engagement in der Nachwuchsförderung lohnt sich gemäss Stefan Knöpfel: „Wir stellen fest, dass die Banklehre aber auch die verschiedenen Praktika nach wie vor sehr beliebt sind. Neben den theoretischen Grundlagen bietet gerade die Lehre einen frühen Einstieg in die Praxis und damit einen idealen Start ins Berufsleben.“

Die Basler Bankenvereinigung – Branchenverband mit langer Tradition

Die Basler Bankenvereinigung (BBVg) ist der Branchenverband für die Banken in der Nordwestschweiz. Der Verband wurde 1918 gegründet und feierte im letzten Jahr sein 100-jähriges Jubiläum. Die 26 Mitgliedinstitute bieten die gesamte Palette an Finanzdienstleistungen an und beschäftigen in der Region Basel 6‘300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Auskunft erteilt:

Patrick Huber
Geschäftsführer Basler Bankenvereinigung
T +41 61 270 60 11 oder +41 79 280 21 71
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Der Präsident der Basler Bankenvereinigung lobt den Finanzplatz Basel und mahnt vor steigenden Regulierungen

BaZ: Herr Knöpfel, wenn Sie mit Bankern über Banken diskutieren, was ist Ihr Lieblingsthema?

Stefan Knöpfel: «Lieblingsthema» ist vielleicht das falsche Wort. Eher das «Sorgenthema»: Regulierungen. Weil diese uns allen schmerzhaft auf dem Magen liegen. Was früher zu wenig, wird heute zu viel reguliert. Wir müssen heute einen unheimlichen Aufwand betreiben, um das Bankengeschäft abzuwickeln. Dazu kommt, dass wir mit Amazon, Google und Co. engagierte Konkurrenz im Bereich der Finanzdienstleistungen bekommen könnten. Denn diese müssten nicht unter den gleichen gesetzlichen Bedingungen arbeiten.

… zum Beispiel?

Das Finanzdienstleistungsgesetz. Das ist ein sehr umfangreiches Regelwerk, welches das Kundengeschäft und die Beziehungen zu den Kunden regelt. Hier wird der Bürger bis zu einem bestimmten Grad entmündigt, aber auch geschützt.

… inwiefern?

Wir müssen die Risikofähigkeit und -willigkeit sowie die Finanzmarktkenntnisse des Kunden detailliert abklären und vor allem dokumentieren. Je nach Profil darf er dann in gewisse Anlagen und Produkte investieren oder eben nicht. Der Kunde kann dies zwar umgehen, wenn er schriftlich versichert, aus eigenem Antrieb ein Produkt kaufen oder eine spezifische Anlage tätigen zu wollen. Das macht das Geschäften schwerfällig. Ich stelle infrage, ob solche Abläufe vertrauensbildend sind.

Und die Regulierungen verursachen Kosten …

Ja, sicher. Und diese werden in der einen oder anderen Form auf den Kunden überwälzt. Alles andere ist Augenwischerei.

Wie geht es den Banken auf dem Platz Basel?

Insgesamt gut. Wir befinden uns in einem der stärksten Wirtschaftsräume der Schweiz, welcher erst noch überdurchschnittlich wächst. Das Dreiländereck eröffnet zusätzliche grenzüberschreitende Geschäfts-möglichkeiten. Beim Banking ist Swissness weiterhin gefragt und zeichnet sich nach wie vor durch Diskretion, Know-how und Verlässlichkeit aus.

Aber im benachbarten Ausland gibt es immer noch Einschränkungen?

Je nach Lizenz, über welche die Bank verfügt, sind diese beiden Märkte mehr oder weniger frei zugänglich. Ohne entsprechenden Nachweis dürfen wir keine Kunden aktiv anwerben. Potenzielle Kunden aus Deutschland oder Frankreich müssen auf uns zukommen.

Welche Stellung nimmt der Bankenplatz Basel auf dem Finanzplatz Schweiz ein?

Nach Zürich und Genf ist Basel weiterhin die drittstärkste Kraft auf dem Finanzplatz.

Wie war die Entwicklung in den letzten Jahren?

Insgesamt stabil, und dies trotz grossen Auflagen und Regulierungen. Der Personalbestand hat sich während der letzten zehn Jahre allerdings um acht Prozent auf etwas über 6100 Personen verringert. Die Gründe liegen in der Zentralisierung der Infrastruktur, der Verkleinerung der Backoffices und der Digitalisierung. Die Frontorganisationen wurden tendenziell ausgebaut. Das Geschäftsvolumen ist konstant geblieben oder hat sogar leicht zugenommen.

Hat sich die Struktur verändert?

Ein gewisser Konsolidierungsprozess ist in Gang gekommen. Banken haben sich zusammengeschlossen oder wurden übernommen. Die Filialnetze wurden gestrafft und zum Teil neu konzipiert. Die Zahl der unabhängigen Vermögensverwalter hat hingegen zugenommen.

Welches Problem beschäftigt die Basler Banken am meisten?

Neben der Überregulierung sicher das negative Zinsumfeld. Es fordert sowohl die Banken als auch die Sparer und Pensionskassen heraus. Die tiefen Zinsen mit entsprechend tiefen Erträgen auf den Anlagen der Kunden bereiten allen Renditesorgen. Und sie setzen falsche Anreize, die schädlich sind.

Wie kommen die Basler Banken mit der Digitalisierung zurecht?

Unterschiedlich. Insbesondere im Retail-Bereich hat die Digitalisierung einen starken Einfluss. Man muss aber unterscheiden zwischen der Digitalisierung gegenüber dem Kunden und innerhalb der Bank. Bei allen Banken wurden in den letzten Jahren massive Prozessautomatisierungen sowie Datendigitalisierungen vorgenommen. Zum Beispiel sind sämtliche Kundendaten vom Papier ins System gewandert. Nichtsdestotrotz geniesst die persönliche Betreuung auch weiterhin einen sehr grossen Stellenwert, denn Banking ist und bleibt ein People Business. Das wird auch die Digitalisierung nicht ändern.

Sind die Möglichkeiten ausgeschöpft?

Noch lange nicht, die Entwicklung geht weiter. In der Verarbeitung kann noch einiges in Sachen Automatisation und Digitalisierung unternommen werden.

Worin sehen Sie die Hauptaufgabe als Präsident der Basler Bankenvereinigung?

Die Vereinigung ist eine Institution zur Kontaktpflege und zum Austausch untereinander, mit der Politik sowie mit den Wirtschaftsverbänden wie der Handelskammer beider Basel und mit den Gewerbeverbänden. Zusätzlich dient sie zur Abstimmung bei verschiedenen Themen wie Ausbildung, Öffnungszeiten, Ferientage und so weiter. Als Präsident oder Primus inter pares obliegt es mir, zusammen mit dem Vorstand und dem Geschäftsführer diese Tätigkeiten zu koordinieren und zu steuern. Unser diesjähriges 100-Jahr-Jubiläum zeigt, dass eine solche Vereinigung auch in der heutigen Zeit für die Mitglieder von Nutzen ist.

Früher hatten die Platzhirsche den Finanzplatz in ihren Händen…

Sie denken an die lokalen Kartelle. Es stimmt, dass sich die Banken untereinander auf gleiche Preise und Konditionen einigten, zum Beispiel was die Courtagen oder Zinsen betraf. Dies ist jedoch bereits seit Jahrzehnten Vergangenheit.

… und täglich sollen die führenden Börsenchefs während ihres Morgenkaffees die Preise etwa für den Roche-Genussschein bestimmt haben …

… das wäre in der Tat heute nicht mehr denkbar. Und dennoch unterscheiden sich die Preise heute aufgrund der Preisbildung durch Angebot und Nachfrage nicht gross. Betriebe eine Bank Dumping, dann gäbe es sie bald nicht mehr. Die Konkurrenz kommt mehr von aussen.

Inwiefern?

IT-Firmen, die Googles oder Amazons dieser Welt, können heute in Teilbereichen alternative und disruptive Finanzdienstleistungen anbieten. Zum Beispiel im Zahlungsverkehr oder im Kreditwesen. Sie sind aber nicht derart reguliert wie wir. Das müssen wir im Auge behalten. Die Spiesse müssen für alle Akteure gleich lang bleiben.

Wie steht es um das Verhältnis unter den Banken?

Der Wettbewerb spielt selbstverständlich. Jeder Kunde will überzeugt, gewonnen und gepflegt werden. Wir konkurrenzieren uns jedoch auf einer fairen Ebene. Jedenfalls beneiden uns zuweilen die Zürcher Kollegen um unser gutes Verhältnis untereinander.

Was tun Sie, um näher an die kritischer gewordenen Kunden heranzukommen?

Die Losungsworte heissen Transparenz und Vertrauen. So wie es verschiedene Kundenbedürfnisse gibt, gibt es auch verschiedene Banklösungen. Je nach Kundentyp sind die Mittel unterschiedlich: grossangelegte Werbung für Bekanntheitsgrad und Produkte, Online-Werbung, Kundenanlässe, Fachvorträge, individuelle Briefwerbung. Das Feld der eingesetzten Mittel ist mannigfaltig. Und was die Amazons und Apples dieser Welt nicht bieten können: Diskretion und Vertrauen in uns.

Die Reputation der Banken ist immer noch angeschlagen …?

Diese hat sich seit der Finanzkrise wieder stark verbessert und das Vertrauen in die Banken ist mehrheitlich zurückgekehrt. Dennoch müssen wir uns weiter anstrengen, um unseren Ruf nachhaltig zu stärken.

Welche Rolle spielen Social Media, Twitter, Facebook, Instagram für die Banken?

Diese Medien werden, wenn überhaupt, nur verhalten und sehr eingeschränkt genutzt, weil sie grenzüberschreitend und unter verschiedenen Regulationen sowie Rechtssystemen verbreitet sind und somit möglicherweise zu Verletzungen von lokalem Recht und lokalen Regeln führen.

Wie stehen Sie zu den Kryptowährungen Bitcoin, Etherum und so weiter?

Persönlich brauche ich diese Währungen nicht und stehe ihnen aufgrund ihrer äusserst hohen Volatilität, einer unzureichenden Sicherheit und der begrenzten Einsatzfähigkeit kritisch gegenüber. Ich glaube, dass wir mit den liquiden und regulierten Währungen, wie Franken, Euro, Dollar und anderen, keine zusätzliche Parallelwährung brauchen. Ich kann mir aber vorstellen, dass in Ländern, welche nicht über stabile Währungen verfügen, eine Kryptowährung durchaus eine Alternative darstellen kann.

Wie schätzen Sie die Zukunft der Blockchain-Technologie ein?

Die Blockchain-Technologie wird kommen. Die Entwicklung befindet sich am Anfang. Sie kann die Geschäftsabwicklung revolutionieren. Wir gehen davon aus, dass deren Nutzung ähnlich wirkt wie die Digitalisierung, nur eine Stufe höher.

Gegenüber den Grossen haben die Kleinen den Nachteil einer hohen Cost-Income-Ratio (Aufwand-Ertrag-Verhältnis). Können sie langfristig überleben?

Die Cost-Income-Ratio steht nicht in direktem Zusammenhang mit der Grösse einer Bank, sondern mit dem Geschäftsfeld. Sofern sich die Bank fokussiert, zum Beispiel auf die Vermögensverwaltung oder das Retailgeschäft, stehen die Chancen nicht schlecht. Auch Regionalbanken haben ihre Daseinsberechtigung.

Aber die Basiskosten sind für die Kleinen hoch …?

Die müssen ja nicht alles selber machen. Sie können Analysen einkaufen, die IT und den Handel auslagern, sogar die Back Offices. Quasi alles, was nicht den direkten Kundenkontakt betrifft. Aber natürlich: All dies ist kein Garant für den Erfolg.

Haben Sie ein positives Beispiel?

Die externen Vermögensverwalter mit vier bis fünf Angestellten funktionieren wunderbar.

Wie entwickelt sich die Bankenstruktur auf dem Platz Basel?

Die Bankenvielfalt bleibt uns erhalten. Fast alle grösseren Institute sind in Basel vertreten, wenn zum Teil auch nur mit der Kundenfront. Ganz grosse Banken kreieren wiederum Platz für kleine, sehr spezialisierte Institute. Neue Geschäftsfelder wie die erwähnten externen Vermögensverwalter können entstehen. Vielleicht kommt mit den Bankbrokern ein neues dazu.

Wie steht es um den Nachwuchs auf dem Bankenplatz Basel?

Der Arbeitsmarkt ist ausgetrocknet. Deshalb unternimmt die Basler Bankenvereinigung grosse Anstrengungen in der Basis- und höheren Ausbildung. Wir haben eine Grundbildungskommission und eine Personalkommission. Wir tauschen uns regelmässig mit dem KV, den Fachhochschulen und der Universität aus. Uns fehlen vorab IT-Spezialisten. Deren Hochburg ist Zürich. Firmen wie Google räumen dort alles ab. Aber die hiesige Fachhochschule hat dies erkannt und entwickelt Ausbildungsideen. Und wir müssen Sorge tragen zum dualen Bildungsweg. Die Lehre mit all ihren anschliessenden Weiterbildungsmöglichkeiten muss gefördert werden.

 

Vom Lehrling zum höchsten Basler Banker
Stefan Knöpfel (58) arbeitet seit 15 Jahren bei der Bank Dreyfus Söhne & Cie AG, Banquiers, und steht seit vier Jahren der Geschäftsleitung vor. Die Basler Bankenvereinigung (BBVg) präsidiert er seit April 2016. Nach der KV-Lehre erwarb er das eidgenössische Bankbeamtendiplom, danach den Executive BBA (Bachelor of Business Administration). Er ist verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Kindern. Zu seinen Hobbys gehören Reisen, Lesen, Musikhören und Kochen. F.E.

BLKB-Chef John Häfelfinger spricht über die Herausforderungen eines Banken-CEO

Sein Büro ist gross und hell, lässt viele Blicke auf das herbstliche Liestal zu. Vielleicht scheint es nur so voluminös, weil es karg eingerichtet ist. Immerhin fällt ein quadratisches schwarz-weisses Bild eines teilweise mit Nebeln verdeckten Berges auf. Es zeigt, wie sich eine Schneewolke lichtet und den Blick auf eine Berglandschaft freigibt.

Am Gesprächstisch sitzt der 47-jährige John Häfelfinger, seit 23 Monaten Chef der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB). Er gehört zur Managergilde, die keine Krawatte trägt. Entsprechend gibt er sich entspannt und antwortet auf Fragen, die auf die veränderten Anforderungen an das Bankmanagement zielen.

Das «Du» hält Einzug

Früher wurden die Banken anders geleitet als heute. Hierarchien strukturierten die Organisationen. Unvorstellbar, dass unter den Mitarbeitenden zwischen den Stufen das «Du» dominierte. Unvorstellbar, dass sich Sekretärin und Chef auf oberster Stufe mit den Vornamen ansprachen. Nicht bei allen Banken, aber bei der «Basellandschaftlichen» spricht man sich von oben bis unten so an. Das mögen Zeiterscheinungen und Äusserlichkeiten sein, aber sie weisen darauf hin, dass das Unternehmen als Ganzheit zu verstehen ist, und neue Trends in Gang gekommen sind.

John Häfelfinger sagt es so: «Die Interdisziplinarität ist wichtiger, ja, matchentscheidend geworden.» Das Zusammenspiel zwischen den verschiedenen Bereichen der Bank sei unabdingbar geworden. Nicht einzelne Mitarbeitende, die Gesamtbank stehe im Fokus. «Wir setzen uns deshalb ausschliesslich Teamziele», sagt John Häfelfinger, «und auch ich werde an diesem Teamerfolg gemessen.»

Er hat seine Lehre bei der Regiobank beider Basel gemacht, Mitte der 80er-Jahre. Seither hat sich das Bankengeschäft stark verändert. Bis zu seinem Lehrantritt ging es bei den Schweizer Banken nur nach oben. Kreditgeschäft und Vermögensverwaltung blühten. Dann tauchten die ersten Wolken auf. 1995 stellten sich hartnäckig die Fragen um den Verbleib der nachrichtenlosen Vermögen von Holocaust-Opfern des Zweiten Weltkriegs. In einem Vergleich zahlten die drei Grossbanken SBV, SBG und SKA 1,8 Milliarden Franken. Sie und der Finanzplatz Schweiz verloren erstmals an Glanz.

Turbulente Zeiten

Im folgenden Jahrzehnt kam das Investmentbanking auf. Die Internationalisierung und die fortschreitende Technologisierung führten zur «Dotcom»-Krise. 2007 bis 2009 erlebten der Finanzplatz Schweiz und vor allem die UBS eine turbulente Phase. Die Banken mussten Haare lassen. Die zunehmende Vermögensbildung, nicht zuletzt in Asien, stärkte in der Folge das Private Banking. Erst musste sich die Schweiz aber noch vom Bankkundengeheimnis verabschieden.

Die Banken erholten sich langsam. Hierzulande und in Europa hatten sie nach dem Finanzschock von 2008 strengere Regeln einzuhalten. Die Bilanzen gesundeten. In den USA sind die Institute mittlerweile stärker denn je. In der Schweiz haben sie noch Spielraum nach oben.

Parallel zu dieser Evolution der Finanzinstitute haben sich die Anforderungen an die CEOs verändert. Der «Kreditler» war vor 30 Jahren der König. Als das Investmentbanking aufkam, waren technische und teilweise auch mathematische Kenntnisse hilfreich. Heute stehen soziale Sensibilität, Kommunikationskompetenz und Problemlösungsmethoden im Vordergrund.

Die Digitalisierung hat zur Veränderung viel beigetragen. Stichworte sind Anlageberatung, Wertschriftenadministration, Zahlungsverkehr und Kreditprozess. Den Bankern stehen einst ungeahnte digitale Hilfsmittel zur Verfügung, welche die Qualität der Entscheidungen verbessern. Doch die Arbeit ist für die Mitarbeitenden anspruchsvoller geworden, wenn auch ergiebiger. Mit der Digitalisierung hat allerdings die Zahl administrativer Arbeitsplätze abgenommen.

Regulatorien sind «okay»

«Die gesteigerte Produktivität wird natürlich zu einem gewissen Teil durch die Regulatorien wieder aufgehoben», sagt der BLKB-Chef. Aber wettern, wie dies der eine oder andere Branchenkollege tut, will er nicht. Immerhin sei das Bankensystem sicherer geworden. Häfelfinger schätzt sich glücklich, dass sein Institut über 20 Prozent Eigenkapital verfügt. Er unterstützt sogar die neuen Vorschriften, obwohl mehr Transparenz und Sicherheit mit mehr Aufwand und höheren Kosten verbunden seien. «Damit müssen wir umgehen können», sagt er.

In den letzten Jahren hat sich das Image der Branche zwar aufgehellt, aber es glänzt noch lange nicht so, wie es die Banker gern hätten. Das weiss John Häfelfinger, wenn auch sein Geldhaus nicht zu den schwarzen Schafen gehörte.

Zu seinen obersten Zielen zählt deshalb ein hohes Ansehen innerhalb wie ausserhalb der Bank sowie Transparenz und Fairness im Geschäften. Sein Arbeitstag kann er schwerlich in ein Zeitraster einordnen: «Irgendwann gegen 6.30 Uhr beginne ich, irgendwann gegen 19 Uhr gehe ich aus dem Office. Die modernen Kommunikationsmittel ermöglichen und motivieren dazu, uns von Bürozeiten zu emanzipieren; ich spreche mit meinen Mitarbeitenden, wo und wann sie mich brauchen.» Seine Tage sind primär gefüllt mit Sitzungen und Gesprächen – mit Mitarbeitenden oder mit Kunden.

Dazu kommen weitere Termine wie z. B. für die Basler Bankenvereinigung (BBVg), in der Häfelfinger als Vorstandsmitglied amtet: «Austausch mit Partnern und Stakeholdern sind enorm wichtig und helfen mir, die Bank weiterzuentwickeln – in meiner Funktion als CEO muss ich konstant dazulernen, um fit zu bleiben.»

Er besucht zudem durchschnittlich drei Repräsentationsanlässe pro Woche. Und zuweilen widmet er sich auch einem Journalisten. Die Agenda eines Bankchefs vor 30 Jahren sah anders aus.

Noch nicht wie Pharma

Ein Weiteres hat sich gewandelt. Wenn früher das Hier und Jetzt dominiert habe, so gelte es heute wegen der Geschwindigkeit der Entwicklung ungleich stärker, die Zukunft ins Visier zu nehmen und Innovationen voranzutreiben. «Ambidexterität oder Beidhändigkeit» nennt Häfelfinger die Disziplin, in welcher ein Bankier heute gut sein muss.

«Wir dürfen nicht das eine tun und das andere dabei unterlassen, eine Organisation muss sich heute ständig weiterentwickeln und sich den verändernden Bedürfnissen der Kunden anpassen.» Die BLKB gehe deshalb auch gezielt Partnerschaften mit innovativen Unternehmen ein. Beispiele sind die strategische Partnerschaft mit True Wealth in der Online-Vermögensverwaltung und die Kooperation mit Anivo und Baloise im Bereich Versicherungen für Hypothekarkunden.

Und die letzte Woche angekündigte Eröffnung einer Filiale in Basel gehört wohl auch in die Weiterentwicklung der Organisation.

Voller Rucksack

John Häfelfinger hat als junger Manager genügend Zeit und Gestaltungsmöglichkeiten vor sich. Er kann dazu seinen beruflichen Erfahrungsschatz nutzen. Interdisziplinarität ist für ihn kein Fremdwort. Kenntnisse im Retail- und Kommerzgeschäft vermittelte ihm die damalige SBG (heute UBS).

Know-how im Bereich der sehr vermögenden Kunden und bei komplexen Finanzierungen sowie Auslanderfahrungen sammelte er bei der Credit Suisse. Sonderwissen eignete er sich in den Sparten Ship Finance, Export- und Flugzeugfinanzierungen an. Bei der CS gehörte er bald der Geschäftsleitung des Schweizer Firmenkundengeschäfts an und leitete stellvertretend den Bereich Corporate & Institutional Clients.

Zuletzt verantwortete der Bürger von Gelterkinden und Vater zweier Kinder den Bereich Corporate & Specialty Lending mit 250 Mitarbeitenden, welcher sich um das internationale Firmenkundengeschäft und das Geschäft mit sehr vermögenden Unternehmenskunden kümmerte. Seit dem 1. Januar 2017 hat er den Spitzenposten der BLKB inne.